Der Donauradweg, auf den Spuren der Römer

Der Donauradweg wer möchte Ihn nicht einmal langfahren? Schön an der Donau entlang, einem der längsten Flüsse Europas. Nun ich hatte das Vergnügen ein Teil dieses Weges zu fahren und muss Sagen, für das Rennrad nicht optimal, aber dank Crosser fahrbar.

Los ging es von Ernsgarden, ein kleines Dörflein ca 20 km Südlichöstlich von Ingolstadt. Natürlich musste ich erst noch ein paar Kilometer fahren, bis ich am Donauradweg angekommen war, der für mich am Kraftwerk Irsching begann. Die malerische, frühmorgentliche Stimmung musste einfach mit der Kamera festgehalten werden.

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Los gehts den Donauweg entlang. Die erste größere Ortschaft war Vohburg an der Donau. Der Donau folgend, gelangt man hier an ein großes Wasserkraftwerk mit mehrern Kaplan Turbinen, die die Stromversorgung von Vohburg und der Umgebung sicher stellen sollen. Auf meinem Rückweg werde ich mir die Altstadt noch etwas genauer anschauen. Die nächstgrößere Stadt auf der Route war Neustadt an der Donau. Dieses zu finden gestaltete sich allerdings etwas schwierig. Da mein Navi kurz vor Pförring den Geist aufgegeben hat (Fehler bei der Datenübertragung am Tag zuvor), musste ich also nach Schildern fahren. Wer das debakel kennt: Radfahrer und Schilder

Einschub: Die Radfahrerspezies und Schilder

Der gemeine Radfahrer (trivia cyclo) und seine unterspezien, der Mountainbiker (Mountangius Cyclo) mit den Untergattungen (Downhillus Maximus) und (Crossus Countrius) sowie der Rennradfahrer (Roadus Cyclo) mit denUnterspezien (Timus Trialus) und (Crossus Cyclo),  haben ein höchst unterschiedliches Verhältnis zu Schildern. Während der gemeine Radfahrer diese gut erkennt und es gewohnt ist diesen und deren Anweisungen darauf zu folgen, tun sich die Unterarten diesbezüglich sehr schwer. Die Ursache darin liegt in der Sportspeziefischen Körperhaltung

  • Montangius Cyclo sind an den „offenen“ Armen beim Radfahren zu erkennen. Sie gelten im allgemeinen als sehr Freundliche und Einladend. Da diese allerdings sehr viel Anstrengung in die Überwindung der Rollreibung und des Luftwiderstandes stecken,  schauen sie gerne nach unten und sehen diesbezüglich Schilder nicht. Die Untergattungen sind Ähnlich. Der Downhillus Maximus ist in seiner gewohnten Umgebung nur Bäume, Schotter und Absperrungen gewhont, da es nur steil Bergab geht. Schilder gibt es in seiner Umgebung nicht. Er navigiert wenn dann nur nach bestem Wissen und gewissen. Der Crossus Countrius hingengen fährt gerne im Wald und da am liebsten bergauf. Es gibt keine Schilder im Wald. Daher kennt auch diese Gattung das Fahren nach Schildern nicht. In Summe können Schilder nicht erkannt werden, da der umgang mit diesen nicht gelernt wurde.
  • Roadus Cyclo sind aufgrund ihrer aerodynamischen Sitzposition dazu angehalten ständig nach unten zu schauen. Schilder werden wenn überhaupt erst im letzten Moment wahrgenommen. Erfreulich hier ist die Gattung Timus Trialis, die aufgrund der Möglichkeit von Aerobars eine Blickrichtung parrallel zur Fahrban inne hat. Somit ist diese Gattung gewohnt nach Schildern zu fahren. Aufgrund der hohen Geschwindigkeiten die diese erreicht, müssen Schilder von Weitem gut Sichtbar sein. Der Crossus Cyclo hingegen ist Ähnlich veranlagt wie der Crossus Countrius. Hinzu kommt, dass der Sport seine Hauptwurzeln in Belgien hat. Und was Belgier mit Schildern des nachts tun, lässt sich in dem Film „nix zu Verzollen“ nacherleben. In Summe, kann dieser Spezies zugeordnet werden das sie zwar Schilder erkennt, aber aufgrund der Geschwindigkeit mit der Sie sich bewegt nicht in der lage ist deren Anweisungen zu folgen.
  • Verdammt noch mal, malt die Richtungsanweisunge auf den Boden! Dann können alle etwas damit anfangen und nicht 2,5m auf einem kleinen Schildchen ausserhalb des Sichtfensters eines Radfahrers.

Weiter im Text

So nun heißt es also den Schildern folgen. Das klappt relativ gut, wenn man den Code erkannt hat und weiß, das man nicht jedes Schild ernst nehmen sollte. In Neustadt an der Donau angekommen, ging es weiter, dem Donauzufluss Abens folgend über Bad Göggeningen. Hier gibt es eine sehr schöne Therme, die ich mit dem Rad allerdings nicht besuchen durfte (Hatte keine Badehaube dabei). Nun ja ich wollte eh dem Donauweg folgen. Weiter über Sittling (Englischer Ausdruck für einen kleinen Man im Gefängnis), nach Eining, wo man die Donau verlässt und durch bayrische Hopfenplantagen geführt wird straight ahead über Staubiung nach Weltenburg, wo das weltberühmte Weltenburger Kloster trohnt. Hier fing das Elend an. Denn jetzt kommt der Donaudurchbruch, der Punkt, wo sie die Donau über Jahrtausende durch bayrisches Gestein gespült hat. Nur um Radfahrern auf eine kleine 10% Steigung tour einzuladen. Der Plan war, hinzu über die Straße zu fahren und Rückzu die Fähre zu nehmen. Das zusätzliche Schild unter demRichtungsweiser nach Kehlheim sagte alles. Beim Fotografieren kam noch ein junger bayernspund vorbei und meinte „Joah wens di quälen willst, i würds net machen abe du siehst eh schon aus wie oa Pottsau.“ (Er hatte ja recht. Aber lachen musste ich trotzdem).

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Nach der Plakerei ging es dann nach Kehlheim. Geistesgegenwärtig wurde erst geschaut ob die Fähre in den Wintermonaten überhaupt fährt (ist ja immer so eine Sache in den Tourigebieten). Natürlich fährt Sie nicht. Also Umdisponieren. Noch mal die Plackerei wollte ich mir nicht antun. Nicht nachdem man dann noch nach Regensburg gefahren ist. Also erst mal in die Altstadt. Die Werbung für Kehlheim am Fähranleger sah ja sehr vielversprechend aus. Uii hier gibt es eine Befreiungshalle. Diese ließ der damalige bayrische König Ludwig nach dem Sieg der Bayern über Napoleon errichten. Da die Weiterfahrt nach Regensburg durch den Ausfall der Fähre entfallen ist,  kann die Befreiungshalle als Alternative angesehen werden. Also in den Sattel und rauf auf den Berg zur Befreiungshalle.

Oben angekommen, nach ein paar kleinen Serpentinen und durchschnittlich 7% Steigung, breitet sich der Donaudurchbruch und die Befreiungshalle quer vor einem aus . Sieht schon Imposant aus. Da ich kein Fahrradschloss dabei hatte, blieb mir das Innenwerk der Halle verborgen. Daher habe ich mich an dei Seite gesetzt und erst einmal Mittagspause gemacht. Im Anschluss ging es dann zurück nach Ingolstadt. Vor Hienheim, kommt man am ötlichsten Punkt des von den Römern erbauten Limes vorbei. Ein Gedenkstein und der Nachbau Wachturms zeugen von dem Historischen Grund. Auch hier wurde noch einmal kurz durchgeathmet und dann ging es weiter. Nach 92,7 km und 4,5h Fahrtzeit, bin ich dann endlich am Startpunkt angekommen.

 

Angekommen und der erste Blick auf Fahrer und Gefährt, zeigten, ohne Wasser, dürfte ich die Nacht wahrscheinlich draußen verbringen.

 

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