Radln im Bayrischen Wald

Dank meiner fürsorglichen Krankenkasse, konnte ich ein bissel im bayrischen Wald radln. Nein das war keine Reha Maßnahme oder Kur. Dazu war das viel zu viel Qual auf einmal. Nein meine Krankenkasse bringt alle halbe Jahre ein Magazin raus. Mit Kreuzworträtsel. Und dank der besten Frau der Welt haben wir  3 Tage Wellnessurlaub im Bayrischen Wald gewonnen! Natürlich wurde sofort die Planungssoftware gestartet und geschaut, welchen 8000er man hier mit dem Rad erklimmen kann und dann ging es auch schon los.

Voll bepackt mit tollen Sachen, die den Dieselverbrauch hochtreiben, hinein ins Weekend Feeling… Mit fertig gespickter Route rauf aufs Rad, hinein ins weekend feeling… Mhm Joghurt.

Zielort war Bodenmais (ja der Ort heist wirklich so und ich habe hier nicht Dosenmais falsch geschrieben) genauer gesagt das Hotel Böhmhof, etwas ausserhalb des Ortes. Der erste Eindruck war super. Das Hotel wurde vom ADFC mit 3 Sternen ausgezeichnet, was soviel bedeutet wie: „Das Hotelpersonal ist in der Lage einen Fahrradfahrer von einem Langläufer zu unterscheiden. „Joah habns Schpikes mit?“ war die Antwort der Rezeptionistin auf meine Frage wie gut die Radwege in der Umgebung zu befahren sind. Das hätte eine Warnung sein sollen. Mit dem typischen, arroganten Berlinerischen „Passt schon“, habe ich mich dann am nächsten Tag los gemacht. Ziel war der große Arber mit 1410m ü NN. Vom Hotel aus wären das ca. 700 Hm. Navi angemacht und losgefahren in Richtung Bodenmais. In Bodenmais angekommen, viel mir ein, das Bodenmais eigentlich die letzte Station auf der Reise sein sollte. Also Umgekehrt und zurück zum Hotel und den eigentlichen Routenverlauf gesucht. Das ist halt der Nachteil an dem Sigma Rox, man hat keine Kartenansicht, sondern nur eine Linie und ist der Umgebung hoffnungslos ausgeliefert. Dieser Nachteil läst sich allerdings -dank des Sigmas- auch in Zahlen erfassen: 7,1 km bis Bodenmais und zurück, sowie 136 Hm mit bis zu 13% Steigung und 349 verbratenen kcal. Nun ja, habe den Trackanfang dann doch noch gefunden. Beim Anblick dieses musste ich innerlich lachen. „Schpikes….“ Jaja ne Schneeschaufel und Fräse wäre angebrachter. Nen halber Meter Schnee, da nützen auch keine „Schpikes“. Umdisponieren! Nehmen wir halt die salzige Straße (*Lecker*). Also rauf auf die St. 2136 in Richtung bayrisch Eisenstein.

Kilometer 1: 6% Steigung… Kilometer 3: 10% Steigung. Kilometer 4: Die Einsicht die falsche Richtung eingeschlagen zu haben. Kilometer 5: 10% Steigung. Kilometer 6: immernoch 10 % Steigung, und ein Ende ist immer noch nicht in Sicht. Endlich nach 7,5 km war ich auf dem ersten Gipfel angekommen. 1120m Bretterschachten. Ein kleiner Gipfel mit einer Skilanglaufbahn. Nach einer kurzen Fotopause ging es dann schnurstraks weiter zum großen Arber. Aber erst mal zum Arbersee. Mann Mann Mann, soo viel Schnee hier. Leider bleib mir der Gipfel des Arbers verwehrt. Nur mit einem Skilift ging es auf die Spitze. Alle anderen Zufahrtswege waren nur nach der erstmaligen Bearbeitung mittels Schneefräse zu befahren. Also wieder umdisponiert und ab nach Bayrisch Eisenstein an die tschechische Grenze.

 

In bayrisch Eisenstein angekommen musste man etwas schmunzeln. Wenn man wie ich vom großen Arber kommt, entdeckt man drei Häuschen mit einer Kapelle. Dann kommt sofort das Ortsausgangsschild. Das war es nun das große bayrisch Eisenstein. Aber weit gefehlt. Das Ortsausgangsschild sagte “ Ortsmitte 1 km“. Gut, der Straße folgend war es 1 km. Der direkte Weg ca. 180m steil bergab. In bayrisch Eisenstein angekommen, folgte ich dann der Bundesstraße B11 über Regenhütte nach Zwiesel, eine Institution in der Glasbläsergeschichte. Generell ist der Beruf des Glasbläsers eine weit verbreitete Handwerskunst in der Ecke des bayrischen Waldes. Also Männer haltet eure Frauen fest oder es gibt Bleikristall in Massen zuhause in der Schrankwand. Von Zwiesel ging es dann zurück nach Dosen… äh  Bodenmais. Aber nicht ohne einen Zwischenstopp in Regen zu machen. Ja der Stadtname lädt ja gerade zu ein schlechte Witze zu machen. „Ohhh mein Fahrad steht in Regen“ Die Steigungen von der Stadtmitte zurück in richtung Bodenmais lassen einem aber das Lachen im Gesicht erfrieren. Und wenn man denkt dämlicher geht es nicht, kommt eine Infotafel daher „Bewegen in Regen.“ Das Motto des örtlichen Freudenhauses ist bestimmt „da tut sich was regen in Regen.“ (jaja wieder nen Euro in die dumme Sprüche Kasse). Nun ist es aber genug, die Steigung wieder hinter sich gebracht und es ging zurück nach Bodenmais.

Gesamtilometer 67,22 m und 1350 hm. Aktuell war dieses die Tour mit den meisten Höhenmetern in dem noch jungen Jahr.

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