Rapha 500

Jaja die Weihnachtspfunde von der Vorweihnachtszeit müssen wieder runter. Unter der Voraussetzung, dass Sie auch raufgekommen sind. Was eignet sich da besser als die Rapha 500 Challenge? 24.12.-01.01 ->9 Tage für 500 km. Klingt Herausfordernd.

Tag 1 Heilig Abend,

die Sonne brennt, der Helm sitzt 3 Wetter Taft.

Die erste Runde sollte mich ins kleine, beschauliche Mittenwalde führen. Vorbei an Schenkendorf, wo ein kleines Schloss steht, dessen ehemaliger Bewohner in einer Linie Verwand mit dem Adelsgeschlecht Draculesco (ja die Blutsauger) gewesen sein soll. Es stellte sich mit der Zeit raus, dass er den Titel gekauft hatte und als Lokalpolitiker .. nun ja, hat er eh ne Menge Blut gesaugt…. Heute zerfällt das Anwesen, da seine Nachkommenschaft nicht das nötige Kleingeld für den Erhalt hat. Nach etwa 25 km bin ich in Mittenwalde angekommen. Direkt am Ortseingang zu Mittenwalde, dass früher mal bestimmt „Mitten im Walde“ hieß, gibt es ein kleinen Eisenbahner Verein, der sich 2012 ein Dampflokomotive der Baureihe 52 mit einem Gewicht von 135 Tonnen hat klauen lassen (Quelle: Sueddeutsche Zeitung Artikel zum Schuldschein Berlins). Ja sowas passiert nur in Brandenburg! Da steppt der Bär und nimmt ne Lokomotive mit… Der Eisenbahnverein bietet mittlerweile Draisinenfahrten an und ist regional sehr bekannt. Ein paar Meter weiter bog ich dann in die Stadtmitte Mittenwaldes ein und man ist immer wieder überrascht, wie hübsch es hier aussieht. Kleine Geschäfte und Altstadtatmosphäre toll.

Nachdem Mittenwalde hinter mir gelassen wurde, ging es ab zum BER Flugzeuge fangen. Die haben sich aber nicht getraut und sind immer vor mir abgehoben. Die haben halt Angst. 😉

Trivia am Rande: Es gibt ein historisches Dokument (Echtheit bestätigt) welches besagt, dass die heutige Bundeshauptstadt Berlin im 16. Jahrhundert, damals Berlin-Cölln sich eine größere Menge Geld (400 Gulden) von der Stadt Mittenwalde geliehen hat. Bis jetzt hat die Stadt das Geld mit Zins und Zinseszins nie zurückgefordert (Laut Aussage des Bürgermeisters wird Sie das auch nicht). Die heutige Schuld Berlins inklusive Wertverlust und allem Drum und Dran wäre so hoch…. Also im Prinzip ist Berlin zweimal Eigentum von Mittenwalde.

So nun zu den harten Fakten:

Gesamtkilometer 60,79 bei einer durchschnittlichen Temperatur von 7°C

Tag 2 der 1. Weihnachtsfeiertag  vorkalorienverlust für die Gans

Andere Spielen mit Geschenken, ich gehe Radfahren. Allerdings nur eine kleine Runde, die Weihnachtsgans wartete darauf Ihre Pfunde auf meine Hüften zu verteilen. Da mir gestern keine Flugzeuge in die Falle fliegen wollten, heute also der nächste Versuch. Aber auch diesmal musste ich wieder mit leeren Händen zurückradln.

Gesamtkilometer 42,15 bei molligen 10°C

Karte_Flughafenrunde

Tag 3 Ruhetag

Ganz in Dietmar Schäfer Manier: „Is ja auch Wichtig!“ (Aus der ARD Serie Mord mit Aussicht) gönnte ich mir einen Ruhetag. Da Morgen eine längere Tour ansteht. Aber anscheinend war das keine so gute Idee. Der Hals fing am Abend an zu kratzen. (Wäre er ne Katze, wäre er rausgeflogen!)

Tag 4 Wiederholungstat eines total Bescheuerten!

Über ein Mountainbike Forum bin ich auf die Idee gestoßen. Mauerweg am 3. Feiertag. Start und Ziel Brandenburger Tor.

Nun hatte ich ja dieses Jahr schon das Vergnügen (Paris Roubaix in Berlin), Aber das ist beim Radfahren anscheinend genauso wie bei Frauen nach der Schwangerschaft. Der Körper schüttet ein Hormon aus, welches bewirkt, dass die Schmerzen  vergessen werden. Mit Fahrrad und der Erkältung im Arm, war der Start- und Zielpunkt das Brandenburger Tor. Wir waren eine schöne große Truppe aus Mountainbikern und Crossern, die sich aber im Laufe der Zeit auflöste. Interessant war, dass jemand mitgefahren ist, der Paris-Brest-Paris mitgefahren ist. Augenscheinlich ein etwas älteres Baujahr, er benötigte 88 Stunden für die 1200 km. Wahnsinn! Aber auch er hatte vorzeitig abgebrochen. Leider hatte ich am Abend einen Termin und musste die Runde auch noch vorzeitig abbrechen. In Hohen Neuendorf habe gibg es dann in die Bahn und ab zurück nach Hause. Zusammenfassend war das eine super Tour. die Verfahrensrate ging gegen 0, da viele dabei waren die die Route aus dem Schlaf können. SO muss das sein.

Gesamtkilometer 132,83 bei 10°C

Karte_Mauerweg Tour

Tag 5 Erkältung

Heute hatte mich die Erkältung voll im Griff. An Radfahren war nicht mal zu denken. Nun ja der Tag war eher als Ruhetag eingeplant gewesen. Jetzt heißt es erst einmal auskurieren.

Tag 6 Immer noch erkältet

Hatschi

Tag 7

Es wird knapp mit den Rapha 500. Nach Adam Riese sind noch rund 270 km offen. Es geht mir etwas besser und ich hatte beschlossen mit dem Rad zum Bäcker zu fahren. Ein kurzer rückwärtiger Blick in den Dezember zeigte mir, das noch 12 km offen sind um die 600 km im Dezember voll zu machen. Also ab aufs Rad, die Brötchen vom Bäcker hohlen. Der Winter hat nun voll zugeschlagen nur noch 3°C. Es war kalt. Aber die Brötchen noch warm als ich wieder zuhause angekommen war.

Gesamtkilometer 13,7 bei 3°C

Tag 8

Wer heute Radfahren geht im Berliner Umland, hat die Taschen voll mit Böllern um sich gegen die feindlich gesinnten Gruppen wehren zu gehen. Da ich aber Feuerwerk und dessen Verkauf vehement ablehne und die Erkältung irgendwie nicht weggehen will, Pause.

Tag 9

Letzter Tag der Rapha 500 jetzt noch mal schnell 260 km? Bis zum Mittag bin ich wieder zurück…

Fazit:

Ja die 500 habe ich nicht geschafft, da mir eine Erkältung dazwischengekommen ist. Leider kann man sowas nicht mit einplanen, aber es gibt ja noch ein nächstes Mal. Mir zugute halten kann ich, dass ich nur eine halbe Gans gegessen habe und nicht die ganze, also brauchte ich auch nur die halbe Strecke fahren ;). In Summe ist die Idee gut und ich werde wie beim Mauerweg wahrscheinlich Wiederholungstäter werden.

Gesamtkilometer: 249,46 km also Rapha 250

 

Wohlfühl-Ass

2 Tage vor der Rapha 500 Challenge gab es noch eine ursprünglich kurz geplanter Toru zum Teufelsberg. Ein Artikel in der Roadbike brachte mich auf die Idee da mal hoch zu Fahren. Mit Robsn zusammen ging es dann quer durch Berlin in den Grunewald.  Vorbei an der Straße „Unter den Linden“, quer weiter zum Grunewald. Verfahren gehörte natürlich dazu. Nachdem wur auf dem Teufelsberg waren, gab es dann noch eine Crosstour durch den Grunewald. am anderen Ende in Potsdam angekommen ging es dann zurück nach Hause. Die kurze Runde erweiterte sich dank unserem Grunewaldcross und dem manchmal planlosen umherfahren.

Gesamtkilometer 93,90 km bei 11°C.

Radfahren und Physik – je mehr man weiß, desto weniger möchte man wissen.

Insbesondere im Winter ist mir aufgefallen, dass auch kurze Ausfahrten sehr anstrengend sein können. Eine Ursache hängt mit dem erhöhten Wärmebedarf des Körpers zusammen. Der Körper muss die eingeatmete, kalte Luft auf Körpertemperatur bringen, andernfalls würden wir ja kalte Luft auch ausatmen. In der folgenden Abbildung mal der fast lineare Zusammenhang zwischen zusätzliche Energie für das Vorwärmen der Luft und der Außentemperatur. Bei einer Körpertemperatur von 36°C. Temperaturdifferenz von 50K bedeutet hier -26°C Außentemperatur. Aber wir sehen, dass auch schon bei 0°C eine zusätzliche Wärmeleistung von 44 W aufgebracht werden muss. Das läppert sich insbesondere bei langen Touren. Daher erschöpfen wir schneller auf dem Rad. Grundlage für die Berechnunge waren 30 Atemzüge pro Minute (15 mal einathmen) bei einem Atemvolumen von 4 Litern.

Wärmeleistung

 

 

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